![]() |
|
||
Das PassivhausDie heutige Energieversorgung wird sich in den nächsten Jahrzehnten grundlegend ändern. Öl wird in nicht mehr allzu ferner Zukunft zum Verheizen viel zu wertvoll und zu teuer werden. Bei einer heute dreimal so großen Wohnfläche pro Person wie vor 50 Jahren und den vielen schlecht gedämmten Wohnungen, wird es äußerst mühsam wieder mit Kohle zu heizen.
Der Bau von Passivhäusern ist hier einer der effektivsten Möglichkeiten, da mit wenig Mehraufwand der Heizenergieverbrauch fast gegen Null geht. Der Begriff Passivhaus wurde von Prof. Dr. Feist vom Passivhausinstitut in Darmstadt geprägt. Er wies als erster nach, dass ein behagliches Raumklima fast ausschließlich durch die passive Nutzung der Solarenergie und gute Dämmung erreicht werden kann und weniger durch aktive Technik. In Deutschland stehen mittlerweile mehrere tausend Häuser und das Grundkonzept kann als ausgereift gelten. Da die Passivhausidee in Deutschland entwickelt wurde, ging es natürlich in erster Linie um die Einsparung von Heizenergie. Grundsätzlich ist das Konzept in abgewandelter Form auf fast alle Klimazonen übertragbar. Ein gutes Beispiel sind die vielen leer stehenden Ferienhäuser z.B. auf Mallorca. Durch die kleinen Fenster sind die Häuser im Winter sehr dunkel, die hohe Luftfeuchtigkeit zusammen mit den schlechten Heizungen führen oft zu Schimmel in den weniger belüfteten Räumen ( was in vielen, meist wenig genutzten Ferienhäusern, oft zu dem typischen muffigen Geruch führt ). Bei modernen Betonbauten mangelt es dann wieder am sommerlichen Wärmeschutz, so dass die Baufehler mit energiefressenden Klimageräten ausgebügelt werden. Dabei ist es ein Leichtes auch im Süden Passivhäuser zu bauen. Die Anforderungen an die Wärmedämmung sind natürlich wesentlich geringer und je nach Klimazone würde sich der Schwerpunkt mehr auf den Schutz vor Überhitzung und die Passivkühlung, sowie auf die Erzeugung von Warmwasser, verlagern. Das bedeutet, dass man mit einem relativ einfachen, durchdachten Konzept, die Häuser gleichzeitig vor einer zu starken Erwärmung im Sommer schützt und mit einer Solaranlage den gesamten Jahresbedarf an Heißwasser deckt. Vorteile des PassivhauskonzeptesEs werden Räume geschaffen, die eine sehr hohe Behaglichkeit und Lebensqualität besitzen. Keine Zugluft, kein Schimmelbildung, beste Raumluft. Die Häuser besitzen aufgrund ihrer Qualität einen hohen Wert, der durch die steigenden Energiepreise in Zukunft noch zunehmen wird. Sie sind mit extrem geringem Aufwand zu beheizen oder ( im Süden ) zu kühlen. Bei richtiger Bauweise entsprechen sie dem Ideal eines einfach zu unterhaltenden Hauses, denn wo keine Technik ist kann nichts kaputt gehen. Der äußerst geringe Restenergieverbrauch kann mit wenig Aufwand, auch mit Holz oder anderen CO2 neutralen Energieträgern gedeckt werden. Gerade weil das Reisen zwangsläufig mit einem hohen Energieverbrauch verbunden ist, sollte man versuchen dort, wo es möglich ist, den Verbrauch zu senken. Mehr Infos siehe unter Links |